„Sudfass“ macht Platz für Eigentumswohnungen.

Wettbewerbsergebnis  'Oskar Residence', Perspektive Oskar-von-Miller-Straße, © Stadtplanungsamt Frankfurt am Main

Wettbewerbsergebnis 'Oskar Residence', Perspektive Oskar-von-Miller-Straße, © Stadtplanungsamt Frankfurt am Main

Eingangsbereich des 'Sudfass', Oktober 2013, © Foto: PIA/Stefan Maurer

Eingangsbereich des 'Sudfass', Oktober 2013, © Foto: PIA/Stefan Maurer

Frankfurts ältestes Bordell, das „Sudfass“ hat am Silvestertag für immer seine Pforten dicht gemacht. Das Etablissement mit dem Wahrzeichen der zwei gespreizten Frauenbeine am Eingang wurde 1971 von Dieter Engel eröffnet. Jetzt verkauft der Betreiber das Gebäude auf dem Grundstück der Oskar-von-Miller-Straße 3 am nördlichen Mainufer an der Flößerbrücke. Das „Sudfass“, für viele Frankfurter eng mit dem Stadtbild verbunden, wird abgerissen. Außer einem Boardinghaus mit etwa 60 möblierten Appartements, das Kunden und Besucher der EZB beherbergen soll, sind 30 Eigentumswohnungen geplant.
Der Magistrat der Stadt hat zugestimmt, einen Bebauungsplan für das sogenannte „Sudfass“-Areal im Ostend aufzustellen. „Ziel ist eine Mischung aus Wohnungen und wohnverträglichen gewerblichen Nutzungen. Auf diese Weise können wir auf einem innerstädtischen Grundstück ohne neuen Flächenverbrauch zusätzlichen Wohnraum schaffen“ so Bürgermeister und Planungsdezernent Olaf Cunitz*. Realisiert wird ein Entwurf des Frankfurter Architekten Stefan Forster. Dem Bordellbesitzer Engel bleibt die Bar „Venusberg“ im Haus der Uhlandstraße 21 im Ostend. Dort finden seit 1985 Lesungen von erotischer Literatur statt.

*Quelle: Presse- und Informationsamt